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Best-Practise FAX Versand (Telekom SIP Trunk, Lancom SBC)

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Hallo,

seit Umstellung auf All-IP nimmt die Fehlerquote beim FAX-Versand rasant zu.
Ich weiß, niemand mag FAX, aber es ist leider nach wie vor ein wichtiges Thema.

Ich kenne den Artikel Maßnahmen zur Verbesserung der Erfolgsquote beim Faxversand mit SwyxFax über SIP-Provider

und habe bereits die QoS Einstellungen auf dem Swyx-Server hinterlegt und via Wireshark überprüft.

Gehen wir außerdem davon aus, dass das Netzwerk schnell genug ist und es hier zu keinen weiteren Jitter-Problemen oder Ähnlich kommt.

Wie sieht die weitere Optimierung aus?

Den FAX-Kanal habe ich bereits auf eine Baudrate von 9600 reduziert.

Im SIP-Gateway Trunk sind nur G.722 und G.711a (bzw. Zwischenfrage, ein anderer Standort hat kein G.722 sondern nur G711a und µ -besser?) aktiviert und "T.38 aus erster Aushandlung entfernen" ist aktiviert

 

Sind diese Einstellungen bisher empfehlenswert und wie sollte in meinem Szenario jetzt bestenfalls der Lancom konfiguriert werden?
Relevant ist der Punkt unter Voice Call Manager -> Erweitert -> T.38 Transkodierung

Swyx und Lancom sollten sich ja eigentlich einig sein, aber die Gegenseite hat ja auch ein Wörtchen mitzureden.

Im Handbuch für die Anbindung des Lancom als SBC ist eine alte FW zu sehen und es ist lediglich der Haken bei "FAX-Übertragung erkennen und nach Möglichkeit T.38 verwenden" zu setzen. Dieser Wortlaut klingt natürlich nach einer Universallösung.

Heutzutage habe ich aber nur die Auswahl zwischen "Niemals", "immer" und "Nur bei ISDN+Analog".

 

Vielleicht hat hier jemand eine Konfiguration die (fast) immer erfolgreich ist?

 

Danke und viele Grüße

 

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Ich habe hier nochmal ein sehr spannendes Dokument, welches meinen Wunsch nach einem best-practise eigentlich perfekt wieder gibt:

EMPFEHLUNG FÜR DEN FAX-BETRIEB IN VOIP-NETZEN

Aber zum einen ist das jetzt nicht auf mein Szenario spezialisiert und zum anderen ist das Dokument von 2017 und widerspricht in einigen Punkten die Empfehlung der Telekom.

Ich brauche daher mehr Meinungen.

 

Das Dokument empfiehlt mehrfach das T.38 Protokoll.

Auch Swyx schreibt in seinem Dokument zu Anbindung des Lancom "Die FAX-Übertragung via T.38 sollte zunächst aktiviert bleiben. Falls hier eine Deaktivierung erforderlich sein sollte, weil ein Provider kein T.38 unterstützt, ist dies in den jeweiligen Kapiteln zu den einzelnen Providern erwähnt."

Nun ist es so, dass die Telekom da scheinbar ein Strich durch die Rechnung macht, wenn man sich dieses Dokument anschaut Telekom All-IP

Hier schreibt Swyx "Der VoiceData Anschluss unterstützt nicht das T.38 Protokoll, welches im IP Umfeld für die FAX  Übertragung  empfohlen  wird.  Die  alternative  FAX  Übertragung  mit  G711  wird  ab  der SwyxWare2015R3 unterstützt.Um  den  Versuch  zu  unterbinden,  auf  T.38  umzuschalten,  muss  im  bei  den  Codec-Eigenschaften T.38 als unterstützer Codec entfernt werden. Hinweis:  Bei  einer  FAX  Übertragung  über  G.711  ist  die  Qualität  und  Stabilität  der  Übertra-gung  sehr  stark  von  der  Ende-zu-Ende  Netzwerkverbindung  abhängig.  Da  gegenüber  dem T.38  Protokoll  die  Kontroll-und  Redundanzinformationen  fehlen,  kann  insbesondere  die Übertragung von großen Dokumenten scheitern."

 

Heißt das, die Telekom macht mir den Traum vom fehlerfreien faxen zu Nichte?

 

Welche Trunk Konfiguration ist eher zu empfehlen

grafik.png.c52e0911627011407a75557e93d408b0.png

 

Ich nehme an der Haken bei "Umschalten auf T.38 durch den Sender verhindern" sollte bestenfalls aktiviert werden?

 

Auch die T38 Transkodierung im Lancom sollte (aufgrund des Telekom Anschlusses) auf "Niemals" gestellt werden?

 

Danke und beste Grüße

 

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Ich weiß, das wird eine Unterhaltung mit mir selbst, aber anhand der steigenden Aufrufe weiß ich, dass es zumindest stille Mitleser gibt.

 

Je länger man in dieses Thema recherchiert, desto häufiger findet man Widersprüche.

Die Telekom selbst behauptet in ihren Dokumenten, dass sie T.38 sehr wohl unterstützen bzw. einfach durchleiten sofern sich beide Teilnehmer darauf geeignet haben.

Quelle: Telekom Tipps und Tricks zum Faxversand

 

Wenn die heutige Rückinfo eines Kunden stimmt, gibt es sogar zwischen zwei Swyxservern (beide über Telekom SIP Trunk mit Lancom) bei Verwendung des FAX Clients Probleme.

Angeblich werden mehrseitige Dokumente erst nach dem dritten Versuch vollständig übertragen.

 

Ich weiß nicht, ob es am Lancom, der Telekom oder meiner Swyx-Konfiguration liegt. 😞

 

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Also nach meiner Info, muss aber nicht stimmen.

 

AllIP und die MSN Produkte kein T.38,

SIP-Trunk T.38.

 

Jetzt gibt es aber leider verschiedene Plattformen noch bei Telekom drum kann es hin und wieder nicht funktionieren.

Ich habe alle Kunden immer auf G.711 und das funktioniert auch gut soweit.

 

 

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srom, danke für die Antwort! 😉

 

Würdest du mir noch verraten, wie du deine Einstellungen dann gesetzt hast?

Sowohl im SIP-Gateway (Lancom <--> Swyx) sofern du so eine Konstellation im Einsatz hast, als auch die entsprechende Einstellung im SBC selbst (Lancom T.38 Transkodierung).

 

Nochmals Danke!

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 Fasse ich dir bei nächster Gelegenheit zusammen.

 

Aber T.38 aus, Trunk G.722 und beide G.711 an

Audiocodes auf 9600bps,  V.21 Bypass, G.711 Transport

 

 

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Mich würde ein Best Practice für den SwyxFax Empfang interessieren.

Der reagiert wohl empfindlicher auf Paketverluste oder Latenzen, sodass der Empfang schneller abgebrochen wird, als am MP11x.

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Fax wird durch ALL-IP nicht besser, man muss sich damit abfinden, dass es nicht mehr so zuverlässig wie bislang funktioniert. Auch Bereiche, wo es noch in rauen Mengen genutzt wird, müssen in der 2020er Dekade mal zum Umdenken bewegt werden. Anders lernen diese bereiche es nicht! Frankiermaschinenhersteller haben schon entsprechend technisch Lösungen geschaffen. (Digitalisierung ist seit Conona vielleicht etwas mehr in Mode gekommen).... :D 

Im Prinzip gibt es bei DTAG T.38, aber nicht garantiert und bei den neusten CompanyFlex Anschlüssen und Swyx V12 ist T.38 supported, wenn auch beide Haken mit dem Re-Invite und Umschalten auf T.38 beide zu setzen sind :D  Es wird nicht mehr so sein wie zuvor, man muss sich mit der Situation arrangieren und einfach zeitgemäße Lösungen finden :D 

 

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Hallo !

Wir haben das gleiche Problem bei ankommenden Faxen. Abbruchquote oder nur teilweise ankommende Faxe ca. 20%.
Die Telekom sagt, das es ein Swyx Problem ist und Swyx sagt, das es ein Telekom Problem ist. Die Kunden sind die Dummen ...

Alle guten ratschläge dazu sind ... geh zu einem Faxanbieter und lass dir die Faxe dann von dort per E-Mail schicken.
Tolle Idee das Problem einfach zu verlagern.

Was ich an der Story überhaupt nicht verstehen kann, die Telekom vertreibt Swyx als Netphone selber und hat dann für die eigenen Produkte eine Idee?!?
Das einzige was man da hört ... ist eben nicht mehr ISDN und das ist eben so.

 

Also wenn hier jemand eine Lösung hat, ich bin sehr interessiert.
 

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10 hours ago, um49 said:

Hallo !

Wir haben das gleiche Problem bei ankommenden Faxen. Abbruchquote oder nur teilweise ankommende Faxe ca. 20%.
Die Telekom sagt, das es ein Swyx Problem ist und Swyx sagt, das es ein Telekom Problem ist. Die Kunden sind die Dummen ...

Alle guten ratschläge dazu sind ... geh zu einem Faxanbieter und lass dir die Faxe dann von dort per E-Mail schicken.
Tolle Idee das Problem einfach zu verlagern.

Was ich an der Story überhaupt nicht verstehen kann, die Telekom vertreibt Swyx als Netphone selber und hat dann für die eigenen Produkte eine Idee?!?
Das einzige was man da hört ... ist eben nicht mehr ISDN und das ist eben so.

 

Also wenn hier jemand eine Lösung hat, ich bin sehr interessiert.
 

 

srom hat shcon alles von sich gegeben. Und ich auch, mehr ist dazu nicht zu sagen :D 

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@um49 ist ja nur eine OEM Swyx.

 

Es gibt halt mehrere Schräubchen an denen man drehen kann.

SwyxFax ist im Verhältnis bei 1-2 zu 10 Anlagen im Einsatz, meist ist halt noch Papierfax.

Am Papierfax kann man an mehr Schrauben drehen wie am SwyxFax.

 

Bei vielen Kunden mit nem 24er Audiocodes sind mittlerweile immer weniger Ports mit Fax belegt.

 

 

 

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